Spendenprojekte 2017

Mobiler Bienenstock in Dirmingen

Im Freizeitzentrum Finkenrech in Dirmingen wurde ein mobiler Bienenstock aufgestellt, um so dem dramatischen Bienensterben der vergangenen Jahre entgegen zu wirken. Der mobile Bienenstock beherbergt 300.000 Bienen.

„Unsere Stiftung setzt sich für bedrohte Tierarten ein. Oft sind es die Arten, die auf den ersten Blick wenig Beachtung erfahren“, erklärte Michael Winter, Kurator der pro nature Stiftung.

Die pro nature Stiftung setzt aber auch auf den Bau von sogenannten Wildbienenhotel, einer weiteren Maßnahme, um die bedrohten Wildbienen zu schützen.

Das Haiprojekt mit Dr. Erich Ritter

Schon vor einigen Jahren startete die proWIN Winter GmbH eine Kooperation mit dem Biologen und Verhaltensforscher Dr. Erich Ritter und unterstützt seither im Rahmen eines Sponsoring-Vertrages die Arbeit seiner SharkShoolTM in Florida und auf den Bahamas. Ritter leistet wichtige Forschungs- und Pionierarbeit:  Weltweit gilt der Wissenschaftler als führender Experte für die Interaktion zwischen Mensch und Hai. Nicht wenige bezeichnen ihn als „Haiflüsterer“.

Hauptansatz seines Konzeptes ist, das negative Bild dieser eigentlich scheuen Tiere in der Öffentlichkeit zu korrigieren, denn Haie sind nicht die Monster, als die sie in Blockbustern wie „Der weiße Hai“ dargestellt werden. Dieses schlechte Image ist mit dafür verantwortlich, dass verschiedene Haispezies über die Jahre hinweg fast komplett ausgerottet wurden. Ihre schwindenden Bestände haben dramatische Folgen, denn Haie sind für das Ökosystem Meer von großer Bedeutung. Sie sorgen für eine natürliche Regulation der Populationen anderer Fischbestände und damit auch dafür, dass sie im Gleichgewicht zu ihrer Umwelt bleiben. Haie machen auch auf kranke und langsame Fische Jagd, deshalb bezeichnet man sie mitunter auch als „die Gesundheitspolizei der Weltmeere“. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine starke Reduzierung des Haibestandes auch eine Reduzierung kommerziell relevanter Fischarten mit sich bringt. Mit schwerwiegenden Folgen für die gesamte Nahrungskette, z. B. für den für die Fischindustrie wichtigen Thunfisch sowie weitere, unter anderem für den Erhalt der Korallenriffe bedeutsame Arten.

Allen Haifreunden und Interessierten sei das Taschenbuch von Dr. Erich Ritter mit dem Titel „Haie – Menschen – Begegnungen“ empfohlen.Ein tolles Werk, in dem er unter anderem die weitverbreitete These widerlegt, dass Haie Menschen mit Robben verwechseln.

Ein „Hotel“ für Wildbienen

Bienen spielen für unser Ökosystem ebenfalls eine bedeutende Rolle. Rund 80 Prozent aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honig- und Wildbienen angewiesen, um sich zu vermehren und Früchte zu tragen. Man muss wissen: Ohne Wildbienen gibt es z. B. kein Obst. Die kleinen fleißigen Bienen liefern uns also nicht nur wertvollen und leckeren Honig, sondern garantieren auch unsere Versorgung mit Nahrungsmitteln. Für eine intakte Umwelt und Natur sind sie also von allergrößter Bedeutung. Ein schwindendes Blütenangebot, mangelnde Nistmöglichkeiten und der Einsatz von Pestiziden haben jedoch massive negative Folgen auf den Wildbienenbestand. Über die Hälfte der Arten steht auf der Roten Liste, nahezu ein Drittel ist mittlerweile sogar vom Aussterben bedroht. Deshalb ist es eine  wichtige Angelegenheit, sich für die nachhaltige Bienenhaltung einzusetzen und auf ihre Bedeutung hinzuweisen.  

Zusammen mit dem Fertighaus-Hersteller Weber Haus hat proWIN pro nature ein ganz besonderes Bau-Projekt ins Leben gerufen:

Weber Haus produziert die pro nature-Wildbienenhäuser, sogenannte „Bienenhotels“. Geplant ist, dass die pro nature-Wildbienenhotels entlang aller ausgewiesenen saarländischen Wanderwege ihren Platz finden.

Bienen wirbeln mehr als nur Blütenstaub auf – sie sichern unsere Nahrung!

Wildvögel

Die proWIN pro nature stiftung setzt sich für den Schutz von Wildvögeln ein, denn ihre Population nimmt immer stärker ab. Die 36 häufigsten Arten (wie Spatzen, Feldlerchen oder Stare) gehen sukzessive zurück. Unsere Ökosysteme haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Eine Folge davon ist, dass viele Vogelarten keine Nistplätze und nicht mehr genügend Nahrung finden. Darüber hinaus setzt ihnen der Einsatz von Pestiziden massiv zu – weil sie sie die Gifte selbst aufnehmen und auch, weil die auf ihrem Speiseplan stehenden Insekten und andere Wirbellose durch die Pflanzenschutzmittel verseucht und getötet werden. Ohne unsere heimischen Vögel würde etwas Entscheidendes im natürlichen Kreislauf fehlen, denn sie übernehmen wichtige Aufgaben: Sie vernichten Pflanzenschädlinge, verbreiten Samen, fressen Stechinsekten und beseitigen sogar Kadaver. Ihr Aussterben würde ein massiver Eingriff in unser Ökosystem bedeuten. Zudem könnte man sich nicht mehr an ihrem schönen Anblick und wunderbaren Gesang erfreuen. Was wäre ein Frühling ohne Vogelzwitschern? Einfach nur eine traurige Vorstellung!

proWIN pro nature möchte verhindern, dass es soweit kommt, denn noch ist es nicht zu spät!

Neben der Unterstützung einer zentralen Wildvogel-Auffangstation im Saarland wurde deshalb ein eigenes Hilfsprojekt initiiert, das gleich auf zweierlei Art Sinnvolles tut:

In einer saarländischen Werkstatt für Behinderte hat proWIN Vogelhäuschen produzieren lassen. Sie wurden aus unbehandeltem Lärchen- und Tannenholz in Handarbeit hergestellt. Damit sorgt die Stiftung für ausreichend Nistplätze und hilft dadurch, die Wildvögel-Population zu vergrößern. Zum anderen wird so die wichtige Arbeit dieser sozialen Einrichtungen unterstützt, die Menschen mit Handicap eine faire Chance bieten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten berufstätig zu sein und somit selbst für ihr Auskommen zu sorgen.

Öffentliche Einrichtungen wie Rathäuser, Kindergärten sowie Obst- und Gartenbauvereine bekommen jeweils eines der proWIN-Vogelhäuschen geschenkt. Zusätzlich werden die Vogelheime entlang aller markanten saarländischen Wanderwege aufgehängt. Infotafeln  liefern dann interessante Fakten zum Thema „Wildvögel“.

Tolle Sache:

Die pro nature-Vogelhäuschen gibt es proWIN-Shop zum Preis von 25 Euro pro Stück zu bestellen. Echt stark: Der komplette Verkaufserlös geht zu 100 Prozent in die proWIN pro nature stiftung. Auch eine tolle Geschenkidee!

Der nächste Frühling kann kommen – inklusive Vogelgezwitscher!

Halden-Renaturierung Landsweiler-Reden

Am Standort des proWIN Aus- und Weiterbildungszentrums wird in die Renaturierung der Bergwerkshalde Reden investiert. Nach jahrzehntelangem Kohleabbau lag die Halde lange Zeit brach. In Zukunft wird dort wieder die Natur die Regie übernehmen: Die Fläche wird ab 2018 quasi wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt und in einen naturnahen Lebensraum umgewandelt.

Hierfür werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt:

Am Fuße der Halde wird ein Feuchtbiotop angelegt. Durch das Amphibienprojekt sollen sich  Lurche, Frösche, Kröten, Unken, Salamander und Molche wieder in der Gegend ansiedeln. Sie zählen zu den bedrohten Tierarten, da immer mehr Lebensräume durch den Eingriff des Menschen wegfallen. Mit der Errichtung des Feuchtbiotopes wird die Grundlage für den Erhalt dieser seit der Urzeit existierenden Tiere geschaffen. Sie sind ein Relikt aus der Entstehungszeit der Erde. Mit ihrem Aussterben würde auch ein bedeutender Teil unserer Evolutionsgeschichte für immer verloren gehen.

Frösche sind übrigens hervorragende biologische Indikatoren, denn aufgrund ihrer dünnen, durchlässigen Haut und ihren außergewöhnlichen Lebensbedingungen reagieren sie äußerst schnell auf Veränderungen der Umwelt. Sie sind also ein lebendiger Messfaktor dafür, wie es um unsere natürlichen Ressourcen bestellt ist.

Die Halde wird mit Blumen, Stauden und Gehölzen bepflanzt. Hierfür werden besondere Sorten ausgewählt, von denen man weiß, dass sie Bienen, Libellen, Schmetterlingen und auch Vögeln schmecken. Ziel ist es, eine gesunde Mischung von Pflanzen mit unterschiedlichem Blühzeitpunkt zu erreichen, damit Insekten und Vögel auch bis in den späten Herbst hinein ausreichend Nahrung finden. Spät blühende Stauden und Gehölze sind aber nicht nur für ihren Speiseplan eine tolle Sache. Auch für uns Menschen hat das ganze einen Mehrwert, wenn die karge Haldenlandschaft mit attraktiven Farbtupfern durchzogen wird. Auf dem gesamten Haldenareal werden darüber hinaus Insektenhotels, Vogelhäuschen sowie entsprechende Informationstafeln mit allen relevanten Fakten aufgestellt bzw. aufgehängt. Spaziergänger oder Wanderer können sich so über die Artenvielfalt und die jeweiligen Tiere und Pflanzen informieren.

So funktioniert moderne Umwelterziehung: Vor Ort auf bestehende Projekte hinweisen, aufklären und Möglichkeiten aufzeigen, was man selbst aktiv tun kann. All das gelingt auf diesem tollen Halden-Parcours perfekt. Ein attraktives Ausflugsziel für die ganze Familie, mit einem Anschauungsunterricht, der alles andere als langweilig ist.

Projekt Zukunftswerkstatt Saar e.V.

Im Rahmen des Gesamtprojektes „Dillinger Modellprojekt zur Zusammenarbeit von Einheimischen und Flüchtlingen“ der Zukunftswerkstatt Saar e.V. fördert die proWIN pro nature stiftung die Streuobstwiesen-Maßnahme „Fruchtzwerge und Obstriesen“.

Die Stadt Dillingen hat dafür ein Gelände von 14.000 Quadratmeter zur Verfügung gestellt. Im Oktober 2016 wurden mit den umliegenden Schulen und anderen Bildungsreinrichtungen bereits erste umweltpädagogische Workshops gestartet.

Durch proWIN konnte ein weiteres Teilprojekt in Angriff genommen werden:  Unter dem Projektnamen „Fruchtzwerge und Obstriesen“ verwandelte sich eine Streuobstwiese in einen schulnahen Lernort, denn sie wurde von den Schülern angelegt und wird zukünftig von ihnen gepflegt. So wird die Wiese zum „grünen Klassenzimmer“. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Obstbäumen für die biologische Vielfalt, die Tierwelt, den Klimawandel und die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln zu vermitteln sowie durch das gemeinsame Pflanzen und die fachgerechte Pflege der Bäume praktische Erfahrungen zu sammeln.

Durch die Kooperation von proWIN pro nature mit der Zukunftswerkstatt Saar unter dem Slogan „ZusammenWachsen…Eine Initiative die Früchte trägt“ konnten 30 Streuobstbäume von Schülern angepflanzt werden. Dank ihrer Pflege werden diese Bäume bald in der Blüte stehen, Insekten Nahrung bieten sowie köstliches Obst heranreifen lassen.

Unterstützung Tierheime

Tiere sind auf Schutz angewiesen. Wenn sie nicht mehr bei ihren Besitzern bleiben können oder herrenlos aufgelesen werden, treten Tierheime und Tierschutzvereine auf den Plan. Diese Institutionen und ihre Mitarbeiter leisten unschätzbar wertvolle Arbeit im Sinne des Tierschutzes. Der Einsatz für die Tiere fordert aber nicht nur viel Zeit, sondern verschlingt auch einen großen Batzen Geld – und das Monat für Monat. Es fallen Kosten für Futter, Tierarzt, Unterbringung und die Versorgung an. Leider reicht trotz des Einsatzes von zahlreichen ehrenamtlich tätigen Helfen vielerorts das vorhandene Budget „hinten und vorne“ nicht aus. In der jüngsten Vergangenheit waren zwei saarländische Tierheime sogar von der Schließung bedroht. proWIN hat hier jeweils mit 10.000 Euro geholfen.

Elefanten und Nashörner in Afrika

proWIN ist Unterstützer eines großartigen Tierschutzprojektes in Kenia.

In einem Tierwaisenhaus der Sheldrick Foundation in Kenia leben Elefantenbabys und
-kinder. Sie werden dort liebevoll durch Menschenhand aufgezogen und, wenn sie groß und stark sind, wieder ausgewildert. Trauriger Hintergrund dafür: Ihre Mütter wurden entweder von Wilderern zur Strecke gebracht, um an ihre Elfenbeinstoßzähne zu gelangen oder sie sind Krankheiten bzw. anderen Wildtieren zum Opfer gefallen. Die Tierbabys und -kinder bleiben dann alleine zurück. Selbst im Schutz ihrer Herde hätten Sie keine Chance zu überleben, denn mit dem Tod der Mutter fällt auch die Muttermilch weg. Sie würden elendig verhungern.

An diesem Punkt tritt die Sheldrick Foundation auf den Plan. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Elefantenkinder zu retten und sie aufziehen. Aus ganz Kenia werden die teils kranken und völlig entkräfteten Elefanten in das Waisenhaus gebracht, wo sie unter fachmännischer Betreuung wieder aufgepäppelt werden. Engagierte Pfleger kümmern sich rund um die Uhr um sie und schlüpfen in die Rolle der Amme. In der Tierschutz-Station bekommen die Kleinen alles Notwendige, was sie zum Großwerden brauchen, inklusive tierärztlicher Versorgung.

Neben der Hilfe für die kleinen grauen Riesen, unterstützt proWIN aber noch eine weitere Tierart, die ebenfalls bedroht ist: Rhinozerosse, sprich Nashörner. Sie sind zwar nicht ganz so herzig wie die kleinen Dickhäuter, aber sie sind es genauso Wert geschützt zu werden. Skrupellose Wilderer sind auch bei ihnen dafür verantwortlich, dass sich der  Bestand auf dramatische Weise reduziert hat. Einige Nashorn-Arten stehen bereits auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Was sie so begehrt macht, ist ihr Horn. Damit lässt sich auf dem asiatischen Medizinmarkt viel Geld verdienen. Nach offiziellen Schätzungen wird ein Kilo des aus Keratin bestehenden Horns auf dem Schwarzmarkt für mehr als 14.000 Euro gehandelt (für ein komplettes gibt es sogar bis zu 60.000!). In Asien gilt das Horn nicht nur als Schmuck, sondern auch als Wundermittel sowie angebliches Aphrodisiakum. Diese Nachfrage bezahlen die Rhinozerosse mit ihrem Leben. Auch hier haben es sich Tierschutzorganisationen zu ihrer Aufgabe gemacht, das Überleben der Rasse zu sichern. In bewachten Parks bieten sie den Nashörnern mit ihren Jungtieren eine Zuflucht und damit einen sicheren Ort, an dem sie geschützt aufwachsen und leben können. Auch hier hilft proWIN in Form von Spenden.