RACE ACROSS AMERICA

RACE ACROSS AMERICADas härteste Fahrradrennen der Welt. In nur 8 Tagen versuchen 8 tapfere Männer die fast 5.000 km Strecke von der Ost zur Westküste Amerikas unter die Räder zu nehmen.

Die sportliche Herausforderung wird von proWIN mit 20 € pro gefahrenem Kilometer entlohnt. So wird das Team knapp 100.000 € für die RTL Stiftung "Wir helfen Kindern" einfahren und sammeln. Daumendrücken und mitfiebern ist gefragt, damit das Team ausreichend "AIR" und Kraft hat die Strecke zu meistern.

Informationen zum proWIN Bike Team


RTL "Punkt 6", Bericht vom 25.06.2013

proWIN beim RAAM - Zurück in der Heimat

Die Helden sind heimgekehrt

Der Schlafrhythmus ist noch leicht gestört, die Hinterbacken tun noch vereinzelt etwas weh, und die Beinmuskeln sind verhärtet. Dennoch sind alle Biker des Team proWIN frohen Mutes aus den USA zurückgekehrt. "Es war ein sensationelles Feeling. Alle für Einen, Einer für Alle!" schwärmt Ingolf immer noch vom allgegenwärtigen Teamgedanken. Nicht zu Unrecht ist man stolz auf die erbrachte Leistung. Bei der letzten Tagesetappe durch die Appalachen waren unsere Jungs die schnellsten auf der Strecke. Rund 20 Teams ließ man in der Endwertung locker hinter sich. Und das, obwohl lediglich zwei Jahre fehlten, um in der Ü-50er Kategorie zu starten, die man aller Voraussicht nach sogar gewonnen hätte.
Lässt man das erste RAAM des Team proWIN Revue passieren, fällt vor allem eines auf: Man hat stark angefangen, und sich dann sogar noch gesteigert. Michael meint: "Wären wir von Anfang an die Pace gefahren, die wir am Schluss drauf hatten, wären wir noch einen halben Tag schneller angekommen." Bedenkt man, dass die absoluten Sieger aller 8er Teams ganz knapp unter 6 Tagen lag, bestärkt sich das Gefühl, dass die Truppe mit den auffälligen weiß-gelben Trikots auch objektiv betrachtet wirklich gut unterwegs war, und sich alle top vorbereitet hatten. Beim Thema Vorbereitung muss man natürlich die Disziplin aller loben, und einen Fahrer besonders erwähnen. Andi Walz. Warum? Er hatte keine Vorbereitungszeit. Als Pacecarfahrer eingeplant erfuhr er drei Tage vor Abflug in die USA von der Verletzung Wolfram Kons, und wurde buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. "Ich fahre schon mein ganzes Leben lang Fahrrad, und hatte es mir nach kurzer Bedenkzeit auch zugetraut. Ich wollte die Chance nutzen. Natürlich war es hart, aber ich bin überglücklich es geschafft zu haben." Seine ohnehin gute Kondition und das regelmäßige Fahrradfahren waren natürlich die Grundvoraussetzungen.

Jeder Fahrer hatte so seine Spezialitäten. Michael war der Speed-König, bergab mit über 90 km/h, dazu braucht es auf den schmalen und leichten Fahrrädern ordentlich Mut. Anfänglich waren vom Fitnessstand her natürlich vor allem Steffen und Hubert die besten Bergfahrer. In den Rockys riss vor allem Steffen oft lange Etappen mit heftigen Steigungen scheinbar locker runter. Doch auch das Team um Ingolf steigerte sich stetig, und konnte am Ende in den gnadenlosen Appalachen bergauf glänzen. Pancho entwickelte sich zur Maschine, nachdem er seine Bronchitis übergangen hatte, und spulte Kilometer um Kilometer ab, fast immer im gleichen Rhythmus. Ingolf nahm seine Leaderqualitäten sehr ernst, und führte das Team unermüdlich zum Ziel. Auch er wuchs an manchem Berg über sich hinaus, und quälte sich zum Beispiel den La Veta Pass komplett alleine hoch. Bernd kämpfte als schwerster des Teams ebenfalls unglaublich hart, und hielt den tollen Schnitt des kompletten Teams hoch. Gleiches gilt natürlich für den ungleich leichteren Kalli aus dem Team Steffen, der beständig und schnell fuhr, und vor keiner Herausforderung zurückschreckte, trotz einer heftigen Augenentzündung zum Start.

Im Ziel in Annapolis am Samstag Abend um 23:00 Uhr waren alle müde, aber auch unglaublich stolz auf das Erreichte. Ingolf lobte noch einmal ausdrücklich die Crew, die ebenfalls unglaubliche Arbeit geleistet hatte. Teamcaptain Stefan Riedl war überglücklich, er hatte seine Sache sehr gut gemacht und alles perfekt organisiert. Peter, Helmut und Philipp wurden gut und schnell instruiert, und übernahmen die Aufgaben im Pacecar von Beginn an mit Hingabe und Konzentration, egal ob nachts hinter dem Steuer, zehn Meter hinter den Radfahrern, oder als Navigator kurz vorm Einschlafen – der Job war kein Zuckerschlecken und verlangte ihnen alles ab. Helmut tat sich besonders als Motivator hervor. Er bildete mit Philipp das Duo, welches Ingolf und Michael und Ingolf im Pacecar betreute.

Kurzum, es war alles in allem ein voller Erfolg. Kaum sind die schlimmsten Schmerzen abgeschwächt, überlegt man tatsächlich an einer Wiederholung des Rennens, in welcher Form auch immer. Wir dürfen also gespannt sein...

proWIN beim RAAM - Tag 11

22.06.2013
Letzter Renntag

Die Appalachen forderten das Team noch einmal vollends. Der Samstag brach an, und alle wussten, das man ganz schön reinstrampeln muss will man am gleichen Tag noch in Anapolis ankommen. Der Schnitt wurde nochmal um knapp 0,5 Meilen pro Stunde gehoben, und jeder Einzelne gab alles. West Virginia lag bald hinter den Radlern, und Maryland, der Finish-Bundesstaat war erreicht.

Die letzten paar Hundert Kilometer zogen sich, zumal man noch den ersten und einzigen Penalty des Rennens absitzen musste wegen einem Problem mit einer Warnblinkanlage. Kurz darauf waren Bernd und Pancho fertig, der letzte Wechsel dieser Truppe ging von Ingolf an Michel. Völlig erschöpft hatten sie ihren Job toll gemacht.

Steffen, Kalli, Andi und Profi Hubert fuhren die letzte Etappe, und holten letztlich nach 7 Tagen, 7 Stunden und 21 Minuten die Ziellinie ein. Das gesamte Team genoss diesen Erfolg logischerweise in vollen Zügen. Schliesslich war die Zeit deutlich besser als die Angepeilte.

Nach dem Finish-Foto genossen alle das erste kühle Bier seit dem Abend vor dem Start, selten schmeckte es besser.

Durch die Berichterstattung bei Facebook und unserer Website verfolgten über 10.000 Menschen das Rennen mit Begeisterung.

proWIN beim RAAM - Tag 10

21.06.2013
Siebter Renntag

Von Indiana ging es am Freitag über landschaftlich wunderschöne Strecken nach Ohio. Man möchte ja bei einem Radrennen nicht von einfacheren Etappen sprechen, aber da die Appalachen, die härtesten Bergetappen der Tour unmittelbar bevor standen, fühlte es sich fast so an. Durch die deutsch angehauchten Städte wie Oldenburg und Hannover ging es zügig auf die gefürchteten Gebirge zu.

Das Team Ingolf begann und machte knapp 2.000 Höhenmeter. Michel zog mit der Zeitmaschine 14 km bergauf, musste jedoch wegen dem ersten kleinen Navigierungsfehler nach fast 4.000 km nochmal die Hälfte runter. Kein Jammern - als Team steht man immer zusammen!
Nach dem Wechsel rissen Steffen, Hubert, Andi und Kalli glatte 5.200 Höhenmeter ab. Der Wahnsinn!!! Die Beine werden jetzt richtig schwer und jeder Meter näher zum Ziel tut gut. Etappen von über 100 Meilen werden zur Qual.

Danach mussten beide Teams nochmal ca 3.000 Höhenmeter bezwingen. Die Nacht läutet den letzten Renntag ein. Noch etwas mehr als 500 Meilen sind zu Fahren. Alles läuft auf eine Zieleinfahrt Samstag Nacht hinaus.

proWIN beim RAAM - Tag 09

20.06.2013
Sechster Renntag

Missouri war der 5. Staat, den das Team proWIN beim RAAM durchfuhr. Und auch hier gab es schwierige Aufgaben, darunter sogar die geheime Königsetappe. Über zahllose Hügel müssen sich die Biker kämpfen, und machen so innerhalb von 180 km fast 2.500 Höhenmeter. Selbst geübte Racer brauchen hier gerne mal 7-8 Stunden. Ingolf, Michel, Pancho und Bernd rissen die Etappe in 6,5 Stunden runter, und kamen unter dem Applaus der zweiten Teamhälfte am Bus an. Dabei gab es neben den Steigungen auch noch weitere Schwierigkeiten, denn ein Rudel wilder aggressiver Hunde griff das Pacecar an. Weder Mensch noch Tier wurde aber am Ende verletzt. Den letzten steilen Anstieg vor dem Ende brachte dann Pancho würdevoll zu Ende.

Die Stimmung beim Wechsel konnte nicht besser sein.

Steffen, Hubert, Andi und Kalli durften dann bei ihrer Etappe den Fluss Missouri überqueren und in den Bundesstaat Illinois einfahren. Sie fanden ein welliges, aber landschaftlich wunderschönes Profil vor. Auch ein Highlight: Die Timestation in Jefferson City bei Nacht. Eine tolle historische Stadt die sehr an die Regierungsstadt Washington erinnert. In der Nacht wurde dann sogar noch ein Staat angefahren: Indiana.

Ganz beiläufig haben sie die Länge der 3 größten Radrennen der Welt, Tour de France, Vuelta a España und Giro d'Italia übertroffen. Sie kommen dem Ziel immer näher, doch die Apalachen warten noch auf sie.

proWIN beim RAAM - Tag 08

19.06.2013
Fünfter Renntag

Steffen, Hubert, Andi und Kalli fuhren dem Gewitter in Kansas entgegen in den Morgen, bis es sich dann schließlich vor allem über Steffen und Kalli ergoß. Der erste Regen der Tour, und dann gleich so heftig. Ganz schwere Bedingungen. Kansas wartete am morgen aber wieder mit schwül-warmen Temperaturen, und langen Geraden die von großen und kleinen Hügeln unterbrochen werden auf. Unberechenbare Seiten-und Gegenwinde machten am Nachmittag vor allem der Ingolf-Truppe zu schaffen. Dennoch konnte man den guten Schnitt halten.
Am Abend wurde wieder einmal klar, was für eine klasse Gruppendynamik sich hier entwickelt hat. Die Crews haben mittlerweile jeweils deutlich über 200 Wechsel mitgemacht, stundenlange Konzentration aufrecht gehalten beim direkten Verfolgen der Fahrer vor allem bei Nacht, und die gleichen Schlaf-Probleme wie die Biker, und trotzdem bleiben sie super gelaunt und motivieren die Jungs allenthalben. Respekt und Anerkennung an Helmut, Philipp, Peter, Claus und Klaus, Jürgen, Benni und natürlich unseren Teamcaptain Stefan!

proWIN beim RAAM - Tag 07

18.06.2013
Vierter Renntag

Es begann mit einer Einzelleistung von Ingolf, der den La Veta Pass alleine um 4 Uhr morgens hinauf fuhr. Michel war dann für die rasante Abfahrt zuständig, Pancho und Bernd holten auf den schnellen Geraden Zeit raus. 3 Teams konnten überholt werden.
 
Mittags gab es dann die ersten Regentropfen auf der Tour, ein Gewitter braute sich zusammen, entlud sich aber erst am Abend vor den Teams, die Lichtspiele sorgten für ein tolles Nachtszenario. Knapp die Hälfte der Strecke ist absolviert. Die Stimmung ist super trotz Schlafmangel und großer Anstrengung, was vor allem auf die tolle Kameradschaft im kompletten Team zurückzuführen ist. Die Crew - egal wo eingesetzt, macht einen super Job, alle ziehen an einem Strang. So ist das Ziel, spätestens am Sonntag in Anapolis anzukommen sehr realistisch.

Ein kleiner Fakt: jedes Jahr wagen 500 Menschen den Aufstieg zum Mount Everest, aber nur 200 den Start beim RAAM....

Wir wünschen im Übrigen dem gestürzten Fahrer des deutschen 2er Teams alles Gute!!!

proWIN beim RAAM - Tag 06

17.06.2013
Dritter Renntag

Die Frühschicht begann für Michael, Ingolf, Pancho und Bernd um 04:00 Uhr, doch sie sollte sich lohnen. Vor allem für Michael, denn er war der glückliche, der pünktlich zum Sonnenaufgang das sensationelle Panorama des Monument Valleys auf dem Bike geniessen durfte. So verlängerte er seinen Turn gleich mal auf fast eine Stunde und holte sich vom Media Team unvergessliche Bilder und Videos ab. Die Bergabpassage im Anschluss passierte er mit waghalsigen 92 km/h Spitze. Fast vergessen: seine Knieprobleme. Auch Pancho ist sichtlich fitter und fährt schnelle und lange Stints.

Generell ist die ganze Truppe voll im Soll. Der Schnitt ist immernoch gut und die Strapazen jedes Einzelnen werden durch tolles Teamklima wettgemacht. Auch Ingolf hat trotz großer Anstrengungen Spaß an dem Gemeinschaftsgefühl.

Am Nachmittag übernahm wieder Steffen/Hubert/Andi/Kalli, da sie die etwas stärkeren Bergfahrer sind und daher die nun folgende sehr heftige Berg-Etappe auf sich nahmen. Mitten in der Nacht befanden sie sich dann am höchsten Punkt des RAAM - auf über 3.500 Höhenmetern.

proWIN beim RAAM - Tag 05

16.06.2013
Zweiter Renntag

Die erste Nachtschicht ist überstanden. Niemand hat besonders gut geschlafen, und das ein oder andere Wehwehchen tritt nun auf. Pancho hat sich wohl eine leichte Erkältung geholt, es geht ihm nicht gut, aber er fährt tapfer weiter.

Schon um 8:00 Uhr zeigt das Thermometer 90 Grad Fahrenheit, etwa 35 Grad Celcius an. Das Wüstenlklima Arizonas ist heftig. An einer Timestation gibt es einen kleinen Pool, Hubert, Steffen, Kalli und Andi nutzen die Erfrischung nach ihrer Schicht.

In den Bergen übernimmt die zweite Truppe wieder, und kämpft sich bis auf über 7.000 Fuß Höhe, dann wieder runter auf 4.000, und wieder hoch auf 7.200. Michael, Bernd, Ingolf und Pancho müssen an den ganz steilen Bergpassagen regelmäßig wechseln, um ihren Schnitt halten zu können. Erst am Abend wird es langsam kühler.

proWIN beim RAAM - Tag 04

15.06.2013
Der erste Renntag

Endlich sind wir richtig im Rennen. Um 12:29 Uhr fuhr das Team proWIN als erstes 8er Team los. Kalli und Hubert übernahmen die erste Etappe.

Erster Pechvogel und doch mit Glück im Unglück war Steffen, der bei hohem Tempo bergab einen Reifenplatzer hinnehmen musste.
Es ging durch Berge und Täler Californiens, bis man abends um 19:00 Uhr den ersten großen Wechsel vollzog. Nun übernahmen Ingolf, Michael, Pancho und Bernd die Fahrt in die Nacht. Mühsam kämpften sie sich durch kilometerlange leichte Steigungen bis zum Anfang Arizonas, wo Wüstenlandschaft und Einöde das Fahren erschwerte. Um 04:00 Uhr morgens übernahm dann wieder das zweite Viererteam, welches kaum Schlaf fand. Alle waren sich einig: Das RAAM ist definitiv das härteste Radrennen der Welt!

proWIN beim RAAM - Tag 03

14.06.2013
Der Freitag war richtig vollgestopft mit offiziellen Terminen. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden die Fahrräder individuell eingestellt und auf die jeweiligen Fahrer angepasst. Eine einstündige Testfahrt folgte. Die Crew machte letzte Besorgungen und bereitete den Rockstarbus und die Minivans vor.

Am frühen Nachmittag stand der offizielle Fototermin und ein Interview fürs amerikanische Fernsehen auf dem Programm, bevor es zu den strengen Offiziellen zur technischen Abnahme ging. Der Strand von Oceanside bot hierfür eine tolle Kulisse.
Nach der erfolgreichen Abnahme folgte noch die offizielle Fahrerbesprechung, bei der auch alle 140 Teams vorgestellt wurden.

Am Abend gab es das letzte große gemeinsame Dinner.

proWIN beim RAAM - Tag 02

13.06.2013
Der letzte Tag vor dem inoffiziellen Start des RAAM. Die 3 Winters und Bernd sind um die Mittagszeit in Oceanside/ San Diego angekommen und haben Team-Captain Stefan Riedl, der mit 4 weiteren Orga-Crewmitgliedern schon seit Montag vor Ort ist, getroffen. Er hat bereits die Pacecars und das Mediafahrzeug vorbereitet, und vieles organisatorisch in die Wege geleitet.

Erste Begutachtung des Startbereichs, und am Abend trifft auch der Rest vom Team proWIN ein. Kurzes Gruppenfoto, bevor alle müde früh ins Bett gehen. Der Freitag ist bereits voll gestopft mit offiziellen Terminen, und beginnt um 6:30 Uhr.

proWIN beim RAAM - Tag 01

12.06.2013
Nach einem sehr entspannten Flug kamen Ingolf, Sascha, Michael und der Professor am Mittwoch in San Francisco an.

Bei angenehmem Wetter verbrachten sie den Nachmittag am berühmten Pier 39 - und genossen die einzigartige Stimmung San Franciscos mit seinen exzentrischen und freundlichen Menschen.
Am Donnerstagmorgen geht es jetzt wieder ins Flugzeug nach San Diego, wo man im Hotel dann auch auf den Rest des 21-Mann starken RAAM-Teams trifft. Die Stimmung ist locker und gelöst, doch die Anspannung lässt sich nicht mehr komplett verbergen.